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Falknerei

 

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Die Beizjagd mit dem Greifvogel übe ich seit vielen Jahren aus. Es ist dies eine Leidenschaft, welche mich auch heute noch gefangen hält. Die Mitgliedschaft im Deutschen Falkenorden besteht seit 1969. Als „Falkner“ muss man im Besitz des normalen Jagdscheins sowie des Falknerjagdscheines sein. Für beide Scheine muss eine strenge Prüfung abgelegt werden. Dies auch aus dem Grund, damit eventuell begeisterte „Möchtegernfalkner“ erfahren, wie viel Geduld, Ausdauer und Wissen notwendig ist, um dauerhaft einen Greifvogel zu betreuen. Auch zum Schutze des großen Kulturgutes der Falknerei haben sich die Falkner diese Prüfungen praktisch selbst auferlegt. Bis 1982 falknerten auch meine Brüder Armin und Dietmar, üben jedoch seitdem nur die Jagd mit Flinte aus.
Da ich kein eigenes Jagdrevier besitze, bin ich wie die meisten Falkner auf Einladungen von interessierten Revierinhabern angewiesen. In Zeiten immer weniger Wildbesatzes ist es diesen hoch anzurechnen, wenn sie uns Falkner in ihren sehr gut betreuten Revieren beizen lassen. Der Habicht als Beizvogel wird wie bei der normalen Jagd bei der Streife mit dem Hund ans Wild gebracht und nach einigen Metern Jagdflug schlägt er das Wild. Vielfach entkommt der Hase oder das Kaninchen unverletzt. Bei den zu Schaden in Gemüsekulturen gehenden Kaninchen kann der Beizhabicht noch gut geflogen werden, während die Jagd mit der Waffe wegen der heutigen Zersiedelung vielfach zu gefährlich ist. Der Falkner muss das Wild schnell erlösen, da dieses wie in der Natur langsam und mit Menschenaugen gesehen grausam durch die nadelspitzen Krallen des Beizhabichts getötet werden würde.

   

    

Die Zucht betreibe ich auch schon lange, von 1977-1992 mit dem Sperber, und danach mit dem Habicht. Während der Sperber mit 90 Jungvögeln gute Reproduktionsraten ergab, gestaltet sich dies beim Habicht schwieriger. 8 Jungvögel konnte ich züchten. Alles in allem ein mühevolles Hobby, dass jedoch durch einmalige Erlebnisse entschädigt.

          

                                                                                                                           

 

Wir suchen immer wieder Gelegenheiten, mit dem Beizvogel überwiegend auf Kaninchen zu beizen. Ich wäre dankbar, wenn ein Revierinhaber im Raum Coburg/Lichtenfels/Bamberg meinem Vogel mal Gelegenheit geben könnte, Kaninchen zu fangen. Dort, wo nicht mehr mit Flinte gejagt werden kann, also in befriedeten Bezirken und Industriegelände, kann der Habicht noch gut fliegen. Natürlich dürfen nicht zu viele Zäune, Fensterscheiben oder starre, unnatürliche Hindernisse vorhanden sein, sonst kann sich der Vogel beim Jagdflug sehr schnell verletzen oder gar tödlich verunglücken.


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