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Zuchtgeschehen
Seit 1970 stand ich in engem Briefkontakt mit einem Sperbermann, Klaus Richter aus Chemnitz, der zu dieser Zeit Zuchtversuche mit Sperbern unternahm. Bereits damals gelang H. Herren aus der Schweiz
eine erfolgreiche Sperberzucht, ab 1976 setzte die Züchtung des Sperbers weitgehend durch H. Schreyer, B. Pöppelmann und mich ab 1977 ein. Schon durch die intensive Beschäftigung mit dem Sperber
als Beizvogel keimte der Gedanke in uns, auch angetrieben durch die damalige Intensivierung der Wanderfalkenzucht durch Günther Trommer, einmal Sperber zu züchten. 1975 kamen wir dann zu einem Sprinz, der das weitere Geschehen beeinflussen sollte. Die Zukunft der Falknerei stand auch in Abhängigkeit davon, inwieweit die Falkner ihre Beizvögel selbst züchten und damit unabhängig von Naturentnahmen sein konnten.
So gelang, eine größere Anzahl Sperber zwischen 1977-1992 für die Weiterzucht, zur damaligen erlaubten Beizjagd sowie für Forschungen zu züchten.
Unsere Beizhabichte hatten ja schon immer Eier an der Flugdrahtanlage gelegt. Die Notwendigkeit der Zucht mit dem Habicht war bei uns jahrelang nicht im Vordergrund gestanden, es gab keine Beschaffungsprobleme. Zwar stellten wir schon mal ab und zu Paare zusammen, die aber zufälligerweise zusammenkamen und wieder
auseinander gerissen
wurden, sodass gar keine Zeit für eine Paarbildung gegeben wurde.
Die Freisinger Gruppe unter Adi Schreyer trieb seit einigen Jahren die Habichtszucht in Bayern zuerst mit künstlicher Besamung voran. Die künstliche Besamung musste zwangsläufig angewandt werden, da auf der einen Seite balzende, geprägte Weibchen, auf der anderen Seite zuwenig natürliche Zuchtpaare vorhanden waren. Die zwangsweise Entnahme des Samens beim Habichtsterzel führte einfach nicht zum gewünschten Erfolg.
Ich konnte mich aus der Tatsache heraus, da ich mehr oder weniger allein die Sperberzucht durchführte und dadurch eine Ausweitung auf Habichte zeitlich nicht verkraftbar war, momentan dieser Aufgabe nicht stellen. Erst auf Drängen von Adi Schreyer und auch der mir einleuchtenden Tatsache, dass wir Falkner von der Abhängigkeit der Aushorstungs- und Fanggenehmigungen wegkommen müssen, die ja jederzeit gesetzlich gestrichen werden könnten, beschloss ich nach reiflicher Überlegung, ab 1991 mich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen. So gelang mir, immer wieder mit Unterbrechungen, bis heute eine kleinere Zahl Habichte zu züchten. Leider bleibt wie bei anderen Züchtern auch hier die Regelmäßigkeit aus, selbst mit erfolgreichen Paaren eines Jahres ist der Zuchterfolg auch nächstes Jahr
nicht garantiert.
Leider musste ich
aber ab 2004 aus persönlichen Gründen die Zahl der Zuchthabichte reduzieren, so
dass momentan leider kein Paar zur Verfügung steht.
Bilder Sperberzucht
Bilder Habichtszucht
Habichtszucht
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Falknerei
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